Zum Gedenken: Bergung der Kriegstoten des Zweiten Weltkriegs in der Region Halbe durch Pfarrer Ernst Teichmann (Veröffentlicht am 06.07.2026)

 

I.   Das Bemühen um die Toten

Auf diesem Blog soll auch an diejenigen erinnert werden, die sich wie Julius Erasmus für die Bergung, Identifizierung und Bestattung im Krieg getöteter Menschen eingesetzt und versucht haben, diesen Toten ihre Namen wiederzugeben und einen Ort der Trauer für ihre Angehörigen zu schaffen.

Im Rahmen dieser Serie wurde bereits über Gerda Dreiser aus Bitburg, Toni Latschrauner aus Meran, Lodewijk Johannes Timmermans in Ysselsteyn und Nikolai Orlow aus Nowgorod berichtet.

 

II.   Die Kesselschacht von Halbe im April 1945

Zu den bekanntesten Protagonisten der deutschen Kriegsgräberfürsorge gehört bis heute der evangelische Pfarrer Ernst Teichmann, der sich, von staatlichen Gängelungen in der damaligen DDR unbeeindruckt, im Raum Halbe um die Kriegstoten und ihre Angehörigen bemühte.

Das Gebiet um Halbe, ca. 60 Km südöstlich von Berlin, war Ende April 1945 Schauplatz der sog. Kesselschlacht von Halbe, als sowjetische Truppen die deutsche 9. Armee und nach Westen flüchtende Zivilisten in den Wäldern zwischen Storkow, Märkisch Buchholz und Halbe einschlossen. In der Nacht vom 28. auf den 29.04.1945 brachen die deutschen Truppen unter großen Verlusten aus dem Kessel aus. Im Kessel von Halbe sollen rund 30.000 deutsche Soldaten, 10.000 deutsche Zivilisten sowie viele sowjetische Zwangsarbeiter ihr Leben verloren haben; 120.000 deutsche Soldaten gerieten in sowjetische Gefangenschaft. Die Roten Armee hatte rund 20.000 Tote zu beklagen.

 

III.   Der Umgang mit den Toten der Kesselschlacht

Nach Abschluss der Kampfhandlungen gaben die Kommandeure der Roten Armee der örtlichen Bevölkerung – bestehend im wesentlichen nur noch aus Frauen, Kindern und Alten – und Kriegsgefangenen die notdürftige Bestattung der in Halbe sowie den umliegenden Feldern und Wäldern zahlreich umherliegenden deutschen Toten auf, zumeist in Feldgräbern an Ort und Stelle. Die besonders heißen Temperaturen im Mai und Juni 1945 machten eine schnelle Beerdigung umso dringlicher und erschwerten die Arbeiten zusätzlich. Namen wurden häufig nicht erfasst und für eine Identifizierung verwendbare Informationen, z. B. Erkennungsmarken oder Soldbücher, blieben ungesichert wurden, vielfach auf Betreiben russischer Truppen (vgl. Mückler/Hinderlich, Halbe – Bericht über einen Friedhof, 2. Aufl. (1997), S. 20).

Von dem an den Bergungen beteiligten, damals 15-jährigen Angehörigen des deutschen Volkssturms Hans Jabschinsky stammt der folgende Bericht über die Situation vor Ort (vgl. Mückler/Hinderlich, a.a.O., S. 20/21):

 

„Man konnte damals in und um Halbe kein Fenster aufmachen. Sofern noch eines vorhanden war. Also zerrten wir die Toten, oft Verstümmelten, unter denen auch viele Frauen und Kinder waren, in Löcher, schleiften sie in Gräben, einfach dahin, wo wir sie am schnellsten loswurden. War eine Kuhle in der Nähe, so kamen die Toten kreuz und quer übereinander zu liegen, dann nichts wie eine Schicht Sand drauf und weg zu den nächsten Leichen. Irgendwelche Markierungen wurden nicht aufgestellt, auch nichts aufgezeichnet. Die Russen wachten vor allem darüber, dass niemand Erkennungsmarken oder Soldbücher an sich nahm. Ein Kapitel für sich war die Bergung der Panzerbesatzungen. Stank es aus abgeschossenen Panzern und Sturmgeschützen ganz fürchterlich, dann wussten wir – die Besatzung ist noch drin! Aber sehen konnte man nichts wegen der Schwärme von Aasfliegen. Hob man eine Einstiegsluke auf, quollen einem die Schmeißfliegenwolken entgegen. Es herrschte in diesen Mai- und Junitagen des Jahres 1945 ein warmes Sommerwetter.

Aber rausholen sollten wir sie ja, die da noch auf den Sitzen hockten, über Munitionskisten hingen und zerstückelt an der Panzerwand klebten. Wir sahen sie zwar zuerst nicht, aber dafür rochen wir sie umso mehr aus ihren Stahlsärgen. An ein Reinklettern war gar nicht zu denken. Für diese spezielle Tätigkeit hatten wir uns mit Mistkratzern bewaffnet. Für den alten Soldaten, dem ich zugeteilt war, war das kein Problem. Er zog eine Eierhandgranate ab, die Dinger lagen ja noch überall herum, warf sie durch eine Luke und das Fliegenproblem war weggeblasen. Nun hackten wir von außen mit unseren Mistkratzern in die schemenhaft sichtbaren Körper und begannen zu zerren – langsam zu zerren. Oh Gott! Ein kaugummiartiges Dehnen der schmierig, klebrigen Körpermasse begann, Därme quollen heraus, oftmals riss der Brustkorb auch noch ab. Also nochmals nachhacken, bis wir den ersten inmitten einer Dunstwolke durch die Luke geschafft hatten. Das einmal, zweimal, stundenlang, tagelang und man soll dabei ein anständiger Mensch bleiben?“

 

Während deutsche Feldgräber in der Region Halbe im Sommer 1947 allgegenwärtig waren, waren die sowjetischen Toten zumeist bereits auf eigenen Friedhöfen, z. B. dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Baruth, beerdigt worden.

 

IV.   Pfarrer Ernst Teichmann kommt nach Halbe

In dieser Situation kam Ernst Teichmann erstmals nach Halbe.

 

1.   Der Weg nach Halbe

Am 11.08.1906 in Jever geboren, verbrachte er seine Jugend als Waise bei Pflegeeltern in der Nähe von Berlin. Er hatte er zunächst eine Banklehre absolviert und dann, nachdem er aufgrund der galoppierenden Inflation entlassen worden war, von 1932 bis 1937 in Berlin Theologie studiert und war 1940 als Pfarrer ordiniert worden. Im Oktober 1939 zur Wehrmacht eingezogen, erlebte er den gesamten Zweiten Weltkrieg als Soldat mit und geriet nach dessen Abschluss in Kriegsgefangenschaft, aus der er jedoch bereits im Juni 1945 zu seiner Familie zurückkehren konnte, die sich inzwischen in Wernigerode aufhielt. In dem dortigen Stadtteil Schierke wurde er ab 1948 ordentlicher Pfarrer. Von Tanten und Cousinen, die als DRK-Schwestern aus dem Kessel von Halbe entkommen waren, erfuhr er von den dortigen Ereignissen im April 1945 (vgl. Mückler/Hinderlich, a.a.O., S. 24).

 

2.   Die Suche und Erfassung der Gräber

Im Sommer 1947 besuchte Pfarrer Teichmann erstmals das noch immer vom Krieg verwüstete Halbe mit seinen zahlreich präsenten, häufig nur notdürftig markierten Feldgräbern, um die sich bis dahin niemand gekümmert hatte. Auch in den Sommermonaten der Jahre bis 1950 begab er sich dorthin und betätigte sich mit der Hilfe Einheimischer bei der Suche und systematischen Erfassung der Gräber.

Aus dem Jahr 1950 ist sein folgender Aufruf an die örtliche Bevölkerung überliefert (vgl. Potratz/Stark, Ernst Teichmann – Pfarrer vom Waldfriedhof Halbe (2007), S. 15 f.):

 

„Herzliche Bitte an alle Einwohner von Halbe und Umgegend! Nachdem ich vorbereitende Arbeiten für die von der Landesregierung geplante Umbettung von Toten hier in Halbe und Umgegend mit freundlicher Unterstützung der Behörden und der Bevölkerung tun konnte, möchte ich mich heute mit einem Wort des Dankes von allen, die mir mit Liebe und Verständnis dabei geholfen haben, verabschieden und gleichzeitig um die Mitarbeit aller bitten:

Ich bitte vor allem, diesen an sich selbstverständlichen Dienst der Liebe für die Angehörigen der Toten mit besonderer Sorgfalt und gerne zu tun! (Da wir durch die Angaben noch vielen, die vergeblich auf die Heimkehr ihrer Lieben warten, helfen und ihnen wenigstens die quälende Ungewissheit abnehmen können!)

Vor allem bitte ich um Angaben:

Wo liegen in der Gemarkung Halbe noch Gräber, die nicht mit einer Nummerntafel versehen sind?

Wer kennt von den Gräbern, die sich hier befinden, noch Namen der Toten oder von Angehörigen? (Die Beantwortung dieser Frage ist besonders wichtig, weil sonst beim Umbetten die Möglichkeit besteht, dass ein bisher bekannter Toter, wenn er dem Umbettungskommando nicht auch als bekannt gemeldet wird, plötzlich als Unbekannter bestattet wird. Um das zu verhindern, bitte ich alle, die noch Namen in Erinnerung haben oder Gräber, die als solche nicht gekennzeichnet sind, sich zu melden!)

Wo befinden sich noch gefundene oder abgenommene Erkennungsmarken, Soldbücher, Ringe oder andere Erkennungszeichen (Notizbücher usw.)? (Möglichst mit Angaben, wo gefunden oder wo abgenommen!)

Alle Gegenstände sind mit Angaben auf der Bürgermeisterei gegen Quittung und mit genauer Angabe der Gegenstände oder Beschriftung abzugeben. In der Forst [ein Waldgebiet] werden erst noch Nummerntafeln aufgestellt, doch bitte ich alle Einwohner, dafür mit Sorge zu tragen, dass möglichst kein Grab verloren geht. (Es ist beabsichtigt, wenn die Nummerntafeln soweit wie möglich überall aufgestellt sind, noch einmal die Bestattungskommandos zusammenzurufen, um festzustellen, wer sich noch an nicht erfasste Gräberstellen erinnern kann.)

Liebe Leute von Halbe! Bitte helfen Sie in jeder Weise, dass die uns allen so schmerzvollen Spuren des Krieges in unseren Gärten, Wäldern, Wiesen und Feldern nicht so bleiben, wie sie sind. Es soll ja nicht nur ein Friedhof mit unserer Hände Arbeit angelegt werden, sondern eine Ruhestätte für die vielen Toten in und um Halbe entstehen, an der wirklich alle Einwohner von Halbe und Umgegend mit Liebe und mit Gedanken des Friedens mitgearbeitet haben. Lasst uns in diesem Gedanken dem Geist der neuen Menschlichkeit dienen, dass wir (jeder in seiner Art und nach Kräften!) im Stillen die Schuld und das Leid anderer Menschen mittragen, damit die Welt, was an uns liegt, frei werden möchte von Hass und Kriegsgeschrei.

 

Halbe, den 31.10.1950

Ernst Teichmann“

 

Bis 1950 registrierten Pfarrer Teichmann und seine Helfer so zahlreiche Grabstellen, die anschließend den Grundstock für den Waldfriedhof Halbe bilden sollten (vgl. Potratz/Stark, a.a.O., S. 9).

 

 

3.   Ein Ort für die Toten

Bereits im Juli 1948 war die Verwaltungsanweisung des für Halbe zuständigen Landkreises Teltow an die Gemeinden erfolgt, die sterblichen Überreste gefallener Soldaten und Zivilisten aus Feldgräbern auf den Gemeindefriedhöfen beizusetzen und alle Identitätshinweise an das DRK zu übermitteln. Nachdem diese Anweisung aufgrund des Umsetzungsaufwandes für die tausenden von Gräbern nicht nur im Gebiet um Halbe nicht umgesetzt werden konnte, wurde sie 1950 wiederholt.

Ernst Teichmann hatte jedoch von der Beisetzung der Toten gänzlich andere Vorstellungen. Er wollte alle Toten auf einen neu zu schaffenden Friedhof überführen und fand insbesondere in dem Landesbischof der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg, Dr. Otto Dibelius, einen einflussreichen Unterstützer dieses Ansinnens. Während die Landesregierung Brandenburg der Anlegung eines solchen Zentralfriedhofs in kirchlicher Verwaltung zunächst aufgeschlossen gegenüberstand und bereits verschiedene Planungen erfolgten, änderte sie diese Haltung nachfolgend und verweigerte ihre Zustimmung. Nun wollte der Staat selbst für den Bau eines solchen Friedhofs Sorge tragen und fasste im Jahr 1951 einen entsprechenden Beschluss (vgl. Mückler/Hinderlich, a.a.O., S. 28 f.).

Ebenfalls beschlossen wurde die Wiedereinrichtung einer Einzelpfarrstelle in Halbe, die mit Pfarrer Teichmann besetzt wurde – eine zentrale Weichenstellung, die seine nachfolgende Tätigkeit vor Ort in ihrer konkreten Form erst ermöglicht hat. Die Familie Teichmann – neben dem Pfarrer seine Ehefrau Ilse und seine drei Kinder Christine, Jens und Friedegard – zog im Sommer 1951 in das von den Kämpfen im April 1945 noch beschädigte Pfarrhaus ein (vgl. Potratz/Stark, a.a.O., S. 9).

 

V.   Der Bau des Waldfriedhofs Halbe

Im Herbst 1951 begannen die Arbeiten am Friedhof. Ab Oktober 1951 erfolgten die ersten Umbettungen dorthin, wobei man – erstaunlicherweise – mit einem Abschluss der Arbeiten bis Ende des Jahres rechnete (vgl. Mückler/Hinderlich, a.a.O., S. 37).

Der Waldfriedhof trug lange Zeit die Bezeichnung „Zentralfriedhof“, denn hier wurden neben den Toten von Halbe auch viele andere Kriegstote aus ganz Brandenburg und anderen Regionen der DDR, z. B. den Abbauflächen für Braunkohle, bestattet. Auch 57 von der Wehrmachtsjustiz zum Tode verurteilte und hingerichtete Soldaten, sowjetische Zwangsarbeiter und Kinder von ihnen sowie rund 4.500 Tote des sowjetischen Internierungslagers Ketschendorf erhielten dort ihre letzte Ruhestätte (vgl. Potratz/Stark, a.a.O., S. 10 und Mückler/Hinderlich, a.a.O., S. 49 f.).

Bereits in den ersten drei Monaten nach Beginn der Arbeiten wurden dort 6.803 Tote beigesetzt. Nachdem die Umbettungen im Jahr 1954 zunächst für abgeschlossen gehalten wurden, erforderte das Auffinden ständig neuer Gräber eine Fortsetzung der Arbeiten, die Fläche des Friedhofs musste zur Aufnahme der Toten sogar erweitert werden. Am 31.12.1958 war die Anlage mit 19.178 Toten belegt, bis zum Jahresende 1989 wuchs diese Zahl auf 20.222 (vgl. Mückler/Hinderlich, a.a.O., S. 37, 40, 47).

Bis zum heutigen Tag werden noch immer Kriegstote aufgefunden und auf dem Waldfriedhof beigesetzt. Aus unbekannten Gründen variiert die Zahl der dort Bestatteten zwischen „rund 24.000“ und „über 28.000“, jedenfalls handelt es sich um einen der größten Soldatenfriedhöfe in Deutschland.

 

VI.   Der Einsatz von Pfarrer Teichmann für die Kriegstoten und ihre Angehörigen

Pfarrer Teichmann widmete den Kriegstoten und ihren Angehörigen von Anfang an besondere Aufmerksamkeit und sah in der seelsorgerischen Betreuung der leidgeplagten Hinterbliebenen auch seine besondere Aufgabe als Geistlicher vor Ort. Er agierte bei der Bergung und Umbettung der Toten mit großer Beharrlichkeit und Akribie. Er wirkte – oft gegen den Willen der DDR-Bürokratie – auf die Identifizierung der Toten und auf die Benachrichtigung ihrer Angehörigen hin, zur möglichen späteren Identifizierung eines Toten geeignete Indizien sicherte er gewissenhaft.

 

1.   Humanistische Motivation infolge seiner eigenen Kriegserfahrungen

Seine Motivation bezog er eigenen Angaben zufolge aus seiner sechsjährigen Zeit als Wehrmachtssoldat, während der er etliche Male unmittelbar vom Tod bedroht worden sei, aber dennoch heil zu seiner Familie zurückzukehren vermochte (vgl. Potratz/Stark, a.a.O., S. 84). Die humanistische Motivation von Pfarrer Teichmann kommt in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Rudolf Jahn, aus dem Jahr 1951 ebenso zum Ausdruck, wie die Steine, die der Staat ihm bei seiner Tätigkeit zunehmend in den Weg legte (vgl. Potratz/Stark, a.a.O., S. 28 ff.):

 

„Pastor Ernst Teichmann

Halbe, Krs. Teltow, den 6.10.51

 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident!

Sehr verehrter Herr Nuschke!

Nachdem auch der Herr Landrat Siebenpfeiffer vom Kreis Teltow hier war, der sich persönlich sehr für die Umbettungsarbeiten interessierte, aber wahrscheinlich auch nichts Wesentliches ändern wird oder kann, wende ich mich noch einmal an Sie und glaube damit (denn das ist für mich der letzte Schritt), meine Pflicht der Regierung gegenüber erfüllt zu haben.

Ich habe, das möchte ich einmal ganz offen sagen, den Eindruck, dass bei der ganzen Sache noch das Herz der Regierung fehlt, und darum schreibe ich heute an Sie, weil ich glaube, in Ihnen ein Stück vom Herzen der Regierung erreicht zu haben. Ich spreche im folgenden nicht über graue Theorien, sondern über Dinge und Erfahrungen aus der Praxis. Ich sehe im Augenblick, da ich an Sie schreibe, noch die beiden Frauen und Mütter, die gestern so leiderfüllt vor mir hier im Pfarrhause saßen und wieder getröstet nach Hause fuhren, und weiß (ohne überheblich zu sein, denn dazu ist das Geschehen hier viel zu bedrückend!), wo ein Mutterherz in Not und Verzweiflung gerät.

Ich habe dem Herrn Landrat nach seinem Besuch einen Brief zugeschickt und ihm mitgeteilt, dass ich meinen Vater oder meine eigenen Kinder nicht so umbetten würde, wie es hier geschieht, und dass wir doch eigentlich stellvertretend für die Leidtragenden nun dasselbe Amt haben. Ich würde heute schon so denken, dass es, wenn es nicht anders getan werden soll, lieber so bliebe, wie es ist! Ich wehre mich um der Sache willen dagegen, dass man aus einer im Blick auf unser Volk so schwerwiegenden Aufgabe eine Akkordarbeit macht – auf Kosten der Sorgfalt!

Ich vermisse vor allem auch bei jedem Umbettungskommando einen gewissenhaften Protokollführer, der stets dabei ist und sofort Notierungen vornimmt. Es geht nicht an, dass es Herr Löffler, der Umbettungsleiter, selber so nebenbei bei Gelegenheit tut, wahrscheinlich um einen Mann zu sparen und dadurch etwas mehr zu verdienen. Das entspräche auch nicht dem Wesen der Regierung. Ich selber bin der Meinung, dass solch ein Protokollführer lieber etwas mehr übergewissenhaft als nachlässig sein sollte. Warum notiert man nicht Gravierungen von Esslöffeln, die immer noch – vielleicht nach 2-3 Jahren – bei Nachforschungen wichtig sein könnten? Warum sammelt man nicht bei Zivilisten, die sowieso schon schwerer zu erkennen sind, noch gut erhaltene Proben von Kleidungsstücken usw.? Ich bin immer wieder erschüttert von dem Selbstbewusstsein verantwortlicher Menschen, die gerade in diesen Dingen so oberflächlich denken und sich Urteile erlauben, ohne letzte Erfahrungen gesammelt zu haben!

Ich wehre mich vor allem dagegen, dass man die Toten nicht grundsätzlich vollkommen freischaufelt, sondern mit Spaten und Kartoffelhacken (!) stückweise – oft sogar willkürlich – buchstäblich auseinanderhackt und auseinanderreißt. Das ist so pietätlos selbst, wenn man dabei bedenkt, dass man manches nicht behutsamer tun kann! Ich möchte dem Herrn Umbettungsleiter und der Regierung gerne um der Sache willen einmal vormachen, wie man es sorgfältiger machen kann und muss, wenn man es ordentlich machen will.

Als letzte Frage taucht für mich immer wieder auf, und das alles im Blick auf das Volk, für das ja die Regierung da ist: Was tut die Regierung, um das Gelände weithin sorgfältig abzusuchen (wir finden ja sogar immer noch Tote offen herumliegen!) und die Gräber weiter zu registrieren? Ich bin, wenn man schon etwas tut, sogar der Meinung: Man kann zwar Anordnungen herausgeben, die auch oberflächlich erfüllt werden, aber das genügt noch nicht, man muss hier auch die Liebe und das Verständnis der Menschen wecken und ihnen klar machen, dass darunter auch ihr Vater, ihre Kinder oder ihre Frauen liegen könnten, dann würde man doch, wenn man nicht ganz verroht ist, mit etwas mehr Liebe und Eifer suchen – und finden.

Außerdem bin ich der Meinung, dass dieser Zentralfriedhof, der die Opfer der größten Schlacht in Deutschland bergen soll, nicht nur eine Angelegenheit der Landesregierung in Brandenburg, sondern der DDR, eine gesamtdeutsche Sache ist.

Man hat, das will ich nicht ableugnen, Sorge, dass kein Vorwurf erhoben werden möchte, andererseits aber gibt man ja selbst Anlass dazu; und mir täte es leid – um der Sache und um unserer selbst willen, wenn nicht nur Vorwürfe erhoben werden, sondern mit diesen schnellen und darum auch so pietätlosen Methoden neues Leid zum alten Herzeleid der vielen Leidtragenden hinzukäme. Hier in Halbe und in der ganzen Umgebung liegen viele Christen, Evangelische und Katholiken, und auch Nichtchristen nebeneinander: Männer und Frauen und Kinder und auch noch Ungeborene. Man kann als Mensch schlechthin oder als bewusster Christ an dieser Stätte vorübergehen und viele eigene Gedanken haben über Gott, über die Welt, über die Politik, aber eines sollten wir alle gemeinsam denken (darum ist mir gerade das Verhalten der Landesregierung so unverständlich!).

Wir sollten aus den Nöten der Vergangenheit und der Gegenwart gelernt haben, den Geist der Menschlichkeit größer und umfassender zu sehen und in uns zu spüren! Und darum ist es mir fast ein wenig unglaublich, wenn ich es nicht erlebte, dass ein Pfarrer, der sonst mit Toten und Leidtragenden viel zu tun hat, plötzlich hier gegen alle Vernunft und Liebe ausgeschaltet bleiben soll und nicht einmal helfend und beratend daran teilnehmen darf, noch dazu an einer Arbeit, die er selbst bisher jahrelang ohne Propaganda nach außen alleine, fast alleine, getragen hat, und bei der ich leider auch viele böse Dinge, selbst Betrügereien, festgestellt habe, die bei etwas mehr Interesse von Seiten der Behörden auch hätten vermieden werden können!

Sehr verehrter Herr Ministerpräsident! Drei Jahre habe ich allein dazu gebraucht, um die wechselnd zuständigen Stellen immer wieder dafür zu interessieren, drei Jahre habe ich jede freie Zeit dazu ausgenutzt, um Vorbereitungen für die Arbeiten der Landesregierung als, wie mir damals gesagt wurde, »ehrenamtlicher Mitarbeiter der Landesregierung« zu treffen, und nun will die Landesregierung diese immer noch unvollkommene Arbeit in drei, nicht einmal in drei ganzen Monaten schaffen!!!!

Drei Jahre lang durfte ich die Vorbereitungen für diese Umbettungen tun. Jetzt sagt man merkwürdigerweise zu dem, der ein wenig mehr mit den Dingen Bescheid weiß und Übersicht hat: Der Pfarrer hat hier überhaupt nichts zu suchen! Ganz davon abgesehen, dass es falsch ist, tut es mir leid, dass ich nicht helfen darf! Ich halte es auch für sehr unklug, obwohl es im Augenblick vielleicht bequemer ist. Ich verstehe auch nicht, dass man davon spricht, einen Mann zu suchen, der die Erkennungsmarken säubert und dem Suchdienst in der Kanonierstraße einreicht, und mich, der ich die Dinge kenne und mich bescheiden dazu anbiete, nicht einmal für diesen geringsten Dienst unter Brüdern zulässt.

Sehr verehrter Herr Ministerpräsident! Ich verstehe mit meinem Herzen so vieles nicht mehr! Mir kommt es nicht darauf an, dass ich gerade dieses oder jenes tue, sondern dass es überhaupt jemand mit Liebe und mit Fleiß und mit Sorgfalt tut. Ich verstehe zwar nicht, dass man einen Menschen nimmt, der es in erster Linie nur für Geld tut, und den zurückweist, der mit seinem ganzen Herzen dabei ist – und bisher immer dabei war! Ist ein Pfarrer behördlicherseits schon so degradiert? Und hat man nicht wenigstens auch in diesen Kreisen das Bewusstsein, dass der Pfarrer auch ein Mensch und gar nicht ein so böswilliger Mensch ist? Wenn ich überhaupt eine Arbeit dabei tun dürfte, weil ich mit meiner ganzen Liebe dabei bin, würde ich auch eine Kontrolle nicht scheuen, im Gegenteil, sie könnte meine Arbeit ja nur bestätigen. Ich selber bin z. Zt. aber nicht in der Lage, die Umbettungsarbeiten hier zu bestätigen und wäre traurig, wenn auch dieses Werk, das ein Werk der Liebe und ein Friedenswerk sein sollte und müsste, neues Leid und Streit nach sich zöge, wobei dann immer leicht Recht und Unrecht und gehässige Übertreibungen dicht nebeneinander liegen. Meine größte Sorge aber ist, dass hier unter Umständen Spuren verwischt werden, die wir nie wiederfinden! Da man mich, den Pfarrer von Halbe, als Anwalt der vielen unbekannten Leidtragenden ablehnt, lege ich in meiner persönlichen Not dieses Amt jetzt in Ihre Hände und in Ihr Herz, Herr Ministerpräsident!

 

Es grüßt Sie, sehr verehrter Herr Ministerpräsident,

mit vorzüglicher Hochachtung

Ihr

Ihnen sehr ergebener

Pastor Ernst Teichmann

 

NB. Die Friedhofsanlage an sich ist schön und gefällt mir.“

 

2.   Seelsorger für die Hinterbliebenen

Von der politischen Verwaltung kritisch beäugt, bot Pfarrer Teichmann auch bei Arbeiten an den Gräbern seine Hilfe an und betätigte sich mit seiner Familie bei der Reinigung von Grabsteinen. Pfarrer Teichmann beschränkte sich aber nicht auf seinen seelsorgerischen Einsatz, sondern brachte sich auch bei der Friedhofsgestaltung und den Umbettungen und Identifizierungen ein und bemühte sich um eine sorgfältige Gefallenenregistratur. Als gutes Gewissen vor Ort wurde er zu einer Institution und den staatlichen Institutionen der DDR zunehmend ein Dorn im Auge (vgl. Mückler/Hinderlich, a.a.O., S. 51).

Pfarrer Teichmann ließ sich hiervon nicht aus der Ruhe bringen. Er setzte seinen Einsatz unbeirrt fort und half zahllosen Angehörigen bei ihrem Weg durch die DDR-Behördenbürokratie – der Besuch von Kriegsgräbern auf dem Gebiet der DDR wurde Angehörigen aus der BRD häufig mit bürokratischen Mitteln erschwert bis unmöglich gemacht – bis sie endlich in Halbe an das Grab ihres toten Angehörigen treten konnten. Viele dieser Besucher brachte die Familie Teichmann für die Zeit ihres Besuchs bei sich im Pfarrhaus unter, Mitte der 1950er Jahre belief sich deren Zahl auf 200 bis 300 pro Jahr (vgl. Mückler/Hinderlich, a.a.O., S. 57, 61). Pfarrer Teichmann führte zudem eine umfassende fürsorgliche Briefkorrespondenz mit den Angehörigen, allein für das Jahr 1979 sind 1.117 entsprechende Briefe dokumentiert vgl. Potratz/Stark, a.a.O., S. 12).

 

3.   Erinnerung an die Kriegstoten als Mahnung zum Frieden

Pfarrer Teichmann wurde nicht müde, die Bedeutung der Ermittlung und Erhaltung der Identitäten der Kriegstoten und der Benachrichtigung ihrer Angehörigen zu betonten. In einem Arbeitsbericht aus dem Jahr 1971 schilderte er beispielsweise den Fall von 400 Soldatengräbern aus Klein Köris, von denen ursprünglich 380 namentlich bekannt waren, infolge ihrer unzureichenden Umbettung nach Halbe aber allesamt zu Unbekannten wurden (vgl. Potratz/Stark, a.a.O., S. 65 f.):

 

„Am 4.6.1968, also vor über zwei Jahren, habe ich vor der Friedhofskommission einen ausführlichen Vortrag gehalten und auf viele Probleme des Friedhofs aufmerksam gemacht und auf Abhilfe bei den immer noch vorhandenen Fehlern gedrängt, weil ich meine, es sei nun endlich an der Zeit dazu, wenn unsere Mitmenschen, die davon betroffen sind, nicht darüber hinwegsterben sollen. Z. B. sollte man endlich einmal die genaue Erfassung der Toten von Klein Köris auf dem Friedhof in Halbe vornehmen. Trotz einer Namensliste, die von Anfang an vorhanden war, sind die meisten Unbekannte geblieben.

Wenn die Umbettung von bekannten Toten dazu führt, dass sie unbekannt werden und bleiben, dann erscheint mir das lieblos und auch nicht verantwortbar. Darum habe ich mich immer wieder für ihre Erfassung eingesetzt, aber kaum ein offenes Ohr dafür gefunden, weil sich niemand mehr für alle diese Fragen wirklich verantwortlich wusste. Für mich ist es ein seelsorgerliches Problem geblieben, weil ich auch hier an die noch lebenden Angehörigen denke. Inzwischen hatte ich eine »Einzelgräberkartei« und eine »Massengräberkartei« angelegt, die sich vollständiger im Büro vom Rat der Gemeinde befindet und die ich bei der Abstimmung mit dem damals Beauftragten der Kommunalbehörde, Herrn Wölki, bei der Nummernüberprüfung der Gräber benutzte. Falsche Namen, falsch ausgelegte Grabsteine, die z.T. doppelt und in einzelnen Fällen sogar dreifach mit den gleichen Namen an verschiedenen Stellen auslagen, falsche Beschriftung (unbekannt, statt bekannt), obwohl genaue Unterlagen dafür vorhanden waren, und das Fortlassen von Vornamen und Geburtstagen (auch heute noch!) haben diese Arbeit erschwert und Angehörige, die die Gräber besuchten, traurig gemacht.

Da alle meine Hinweise und Vorschläge, für jeden bekannten Toten zu versuchen, die Angehörigen zu erreichen, erfolglos waren, vielleicht weil eine ungeheure Kleinarbeit dazu gehört, und da ein schon lange erbetenes Gespräch mit Herrn Götting bis heute nicht zustande kam, eine Aussprache mit Herrn Ehlers, später mit Herrn Kind und einige Male mit dem Präsidenten des DRK, Herrn Prof. Dr. Ludwig, im letzten doch erfolglos blieben, war es für mich wieder ein seelsorgerliches Problem, das mich endlich bestimmte zu versuchen, die Angehörigen, die sich scheinbar immer noch in Ungewissheit befanden, über die evangelischen und katholischen Pfarrämter zu erreichen, und das sowohl in der DDR als auch in der BRD, weil ich soweit wie möglich allen Angehörigen von Gefallenen die quälende Ungewissheit nehmen wollte. Denn sie gelten oft als vermisst und liegen schon lange als bekannte Tote auf unserem Waldfriedhof. Weitere Mängel sind im anliegenden Bericht, den ich vor der Friedhofskommission gehalten habe, aufgezeigt.“

 

Auch für die angemessene Erinnerung an die auf dem Waldfriedhof ruhenden, von der Wehrmachtsjustiz zum Tode verurteilten und hingerichteten deutschen Soldaten setzte Pfarrer Teichmann sich ein (vgl. Potratz/Stark, a.a.O., S. 66 f.):

 

(…) Da auf unserem Friedhof auch, und zwar etwa 57 es müssten aber 67 sein! von der ehemaligen deutschen Wehrmacht Erschossene ihre Ruhestätte gefunden haben, sprach ich auch über diesen Fall. Man nahm ihn aber bloß zur Kenntnis, ohne sich weiter darüber Gedanken zu machen.

Denn hier liegen junge Menschen, die schon 1942 den Mut hatten, nicht mehr zu kämpfen. Sie sind, soweit ich das in Erinnerung habe, bei den Feierstunden auf dem Waldfriedhof von den Rednern nicht einmal erwähnt worden. Auch hier wurde die einfachste und selbstverständlichste Pflicht versäumt, wenigstens zu versuchen, ihre Angehörigen zu erreichen, um ihnen zu sagen, dass ihre Toten, die man mit ungenannter Grablage bestattet hatte, jetzt auf einem würdig gepflegten Friedhof ruhen. Auch das habe ich selber erst z.T. mit Erfolg versucht, nachdem bisher niemand daran interessiert war von denen, die für den Friedhof verantwortlich waren. Das war im Jahre 1966.

Eine Mutter schrieb mir daraufhin: »Ihr Schreiben vom 14.2.66 erhielt ich am Donnerstag durch das evangelische Pfarramt. Ich danke vielmals für das Schreiben. Es handelt sich um meinen Sohn Kurt, der gefallen ist. Leider haben wir bis jetzt nicht gewusst, wo mein Sohn begraben liegt. (…) Mein Sohn wurde wegen Fahnenflucht in Berlin erschossen, wir bekamen wohl die Nachricht, dass er in Berlin erschossen wurde, aber nicht, wo er liegt.« In einem anderen Brief heißt es: »(…) wenigstens zu wissen, wo unser lieber Sohn und Bruder Karl eine Ruhestätte gefunden. Ich lebe heute 83jährig mit meiner Tochter zusammen und habe viel durchgemacht, da Karl in Berlin bei der Flak desertiert ist und in Berlin-Tegel am 24.9.42 erschossen wurde. Er war ein streng katholischer Mensch, hat sich aber mit dem damaligen Regime nicht abfinden können, und das war sein Schicksal. Natürlich kann ich mir eine solche Reise nicht mehr zumuten, möchte aber doch, falls Sie, verehrter Herr Pastor, wieder mal zum Grabe kommen, herzlich bitten, einen Blumengruß zu Ostern von uns dort niederzulegen. Das Bild, das Sie uns mitgesandt haben, wird uns sehr am Herzen liegen.«

Ich habe mir bei dieser Arbeit, die bis heute sonst keiner tun wollte und die – ob nun aus christlicher Mitsorge oder aus humanistischer Gesinnung und Menschlichkeit – einfach getan werden musste, immer denken müssen: Was würde meine Frau sich in der gleichen Lage zeitlebens mit der Frage herumquälen: Wo haben sie meinen Mann verscharrt? – Ihre Familien haben, wie alle anderen auch, das Recht, benachrichtigt zu werden. Ich bin etwas erschrocken, wie wenig Menschen daran denken, wenn etwas schwierig ist, die Angehörigen überhaupt erst zu finden. (…)

 

VII.   Tod und Vermächtnis

Ernst Teichmann war bis 1978 Gemeindepfarrer in Halbe, setzte seine Bemühungen um die Kriegstoten und ihre Angehörigen jedoch auch danach fort, ungeachtet zunehmender gesundheitlicher Schwierigkeiten. Er verstarb zwei Tage nach seinem 77. Geburtstag am 13.08.1983 und wurde auf dem Gemeindefriedhof von Halbe in unmittelbarer Nähe des Waldfriedhofs bestattet. Sein Grab kann von dort durch ein kleines Tor leicht besucht werden.

 

 

Während ihm sein Wunsch, auf dem Waldfriedhof ein Hochkreuz zu errichten, während seines Lebens durch die Verwaltung versagt wurde, ging dieser nach der politischen Wende und der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahr 1990 doch noch in Erfüllung.

In einem Brief an die Staatsführung der DDR aus dem April 1983, in dem er einmal mehr die Bedeutung der Fürsorge für die Kriegsgräber und die Hinterbliebenen der Toten unterstrich ein (vgl. Potratz/Stark, a.a.O., S. 132), betonte Pfarrer Teichmann die Devise

 

„Willst DU, dass es Friede werde,
musst DU selbst ein Mensch des Friedens sein!“

 

bei deren Verwirklichung er selbst tagtäglich mit bestem Beispiel voranging.

Als Würdigung seiner Arbeit trägt die zum Waldfriedhof Halbe führende Straße heute seinen Namen.

 

Für nähere Einzelheiten zum Leben von Pfarrer Ernst Teichmann und seiner Arbeit für die Toten des Waldfriedhofs von Halbe und ihre Angehörigen sei auf die vorgenannten beiden Bücher verwiesen, dasjenige von Potratz/Stark ist auch als kostenlose PDF-Version verfügbar.

 

 

(Titelfoto: Eingangstor zum Waldfriedhof Halbe, Juni 2026;
Fotoeinschub: Ernst Teichmann, um 1950 [Quelle: Potratz/Stark, a.a.O., S. 22])

 

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